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Vaterschaft

Wer ist im rechtlichen Sinn der Vater?

Moderne und sexuell offene Beziehungen führen oft zu der Situation, dass der Mann, der im rechtlichen Sinn der Vater ist, nicht der leibliche Vater des Kindes ist. Als erfahrener Rechtsanwalt kenne ich die Situation und helfe Ihnen gerne eine Lösung zu finden.

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Die wichtigsten Informationen zum Thema

Wer ist der Vater?

Bekommt eine verheiratete Frau ein Kind, gilt der Ehemann laut § 1592 BGB als Kindsvater. § 1593 trifft weitere Regelungen. Ein Kind, das innerhalb von 300 Tagen nach dem Tod des Ehemanns geboren wurde, zählt automatisch als dessen Abkömmling. Wenn eine Frau erneut heiratet und ein Kind bekommt, das Kind des früheren Ehemanns als des neuen Ehemanns sein könnte, gilt es als leiblicher Nachwuchs des neuen Ehemanns. Falls aufgrund einer Anfechtung rechtskräftig festgestellt wird, dass dieser nicht Vater des Kindes ist, so ist es Kind des früheren Ehemanns.

Vater ist ferner ein Mann, der die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde. Ein heimlicher Gentest kann weder eine Vaterschaft im rechtlichen Sinn bestätigen noch diese widerlegen. Es bedarf also im Zweifel immer eines Verfahrens.

Wird ein angeblicher Vater rechtskräftig zum Nicht-Vater erklärt, erlöschen alle Unterhaltsverpflichtungen und Erbansprüche ab der Geburt. Bereits gezahlter Unterhalt kann der Scheinvater vom tatsächlichen Vater zurückfordern.

Feststellung der Vaterschaft

Vater, Mutter oder Kind können die Klärung der Abstammung (§ 1598a BGB) oder die Anfechtung der Vaterschaft (§§ 1600 ff. BGB) verlangen. Um die Abstammung zu klären, kann der Vater jeweils von Mutter und Kind, die Mutter jeweils von Vater und Kind oder das Kind jeweils von beiden Elternteilen genetisches Material verlangen, um ein Gutachten zu erstellen. Die Vaterschaft anfechten kann ein Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist, der die Vaterschaft anerkannt hat oder der eidesstattlich versichert, mit der Mutter während der Empfängniszeit Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Auch der Mutter, dem Kind oder der Behörde, bei der die Vaterschaft anerkannt wurde, ist dazu berechtigt.

Eine Anfechtungsklage ist dem Vater nur innerhalb einer Frist von 2 Jahren, nachdem er Umstände erfahren hat, die ihn ernsthaft an der biologischen Vaterschaft zweifeln lassen, möglich.